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Freiberufler Versicherung

Versicherungen für Freiberufler & Selbstständige

Neben dem privaten Versicherungsschutz spielt für Freiberufler und Selbstständige auch der berufliche Schutz eine große Rolle, da sie sich eigenhändig gegen berufliche Risiken und Gefahren absichern müssen.

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Private Krankenkassen

An erster Stelle privater Versicherungen steht die Krankenversicherung, die sowohl gesetzlich als auch privat abgeschlossen werden kann. Freiberufler und Selbstständige, die gesetzlich krankenversichert sind, sollten nach Möglichkeit eine private Krankenzusatzversicherung abschließen, denn die Leistungen gesetzlicher Krankenkassen nehmen kontinuierlich ab, so dass z.B. Sehhilfen oder Zahnersatz nur noch zu einem geringen Teil oder überhaupt nicht mehr gesetzlich finanziert werden. Private Zusatzversicherungen erweitern das Leistungsspektrum für den Krankheitsfall erheblich. In diesem Zusammenhang ist außerdem eine Krankentagegeldversicherung bzw. Krankengeldversicherung zu empfehlen, damit eine vorübergehende Berufsunfähigkeit durch Krankheit, die in der Regel Einkommensverluste nach sich zieht, finanziell abgefangen werden kann.


Freiberuflern und Selbstständigen steht auch der Weg in die private Krankenversicherung offen. Im Gegensatz zu Arbeitern und Angestellten können Freiberufler und Selbstständige jederzeit in die private Krankenversicherung wechseln. Ausnahmen dieser Wahlfreiheit bestehen für Handwerksmeister, die sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung als auch der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Auch Künstler können sich nicht uneingeschränkt privat krankenversichern. Sie müssen einen Antrag auf Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung stellen und für drei aufeinander folgende Kalenderjahre eine bestimmte Einkommenshöhe nachweisen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Ebenso wichtig wie die Krankenversicherung ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung. Selbst diejenige, die Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, werden auf private Vorsorge angewiesen sein, denn die Rentenleistungen werden zukünftig eher fallen als steigen. Im Jahr 2001 wurden zudem die Regelungen für staatliche Leistungen geändert, so dass alle nach 1961 Geborenen lediglich Anspruch auf eine geringe Erwerbsminderungsrente haben. Für Freiberufler und Selbstständige kommt hinzu, dass sie eine Berufsunfähigkeitsrente nur in dem Fall erhalten, dass sie für die Zeit vor Januar 1984 lückenlose Einzahlungen in die Rentenkasse nachweisen können.
Eine private Unfallversicherung ist genauso notwendig. Sie leistet Zahlungen in Folge eines Unfalls, in der Hauptsache Invaliditätsfolgen. Selbstständige und Freiberufler können sich zudem an die zuständige Berufsgenossenschaft wenden und eine Aufnahme in die gesetzliche Unfallversicherung beantragen, die anderen Berufstätigen in der Regel automatisch offen steht. Insbesondere Selbstständige und Freiberufler, die eine private Unfallversicherung nicht finanzieren können, sollten eine gesetzliche Unfallversicherung abschließen, um wenigstens über eine Grundabsicherung zu verfügen.

Rentenversicherung

Eine private Altersvorsorge sollten Freiberufler und Selbstständige ebenfalls unbedingt abschließen. Da eine Mehrheit dieser Berufsgruppe nicht einmal Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung ist, ist die private Altersvorsorge der einzige Weg, im Alter finanziell ausreichend abgesichert zu sein.

Private Haftpflichtversicherung

Selbstständige und Freiberufler sollten zudem eine private Haftpflichtversicherung abschließen und so der Existenzbedrohung durch Schädigungen Dritter entgegenwirken. Zwar handelt es sich bei Haftpflichtfällen meist um geringe Schäden, sobald jedoch Personen geschädigt werden, können Haftpflichtzahlungen sehr hoch ausfallen.

Rechtsschutzversicherung

Für den Schutz des Eigentums empfiehlt sich eine Hausratsversicherung, die gegen Wetterschäden, Vandalismus und Einbruch sichert. Rechtsstreitigkeiten können finanziell durch eine Rechtsschutzversicherung aufgefangen werden, regelmäßigen AutofahrerInnen empfiehlt sich zudem eine Verkehrsrechtsschutzversicherung.

Eine Lebensversicherung sollten Freiberufler und Selbstständige für den Fall abschließen, dass sie eine Familie haben, so dass die Versorgung von Kindern und Ehepartner auch im Todesfall gewährleistet ist.

Neben den privaten Versicherungen sollten Selbstständige und Freiberufler, je nach Beruf, eine Reihe betrieblicher Versicherungen abschließen. An erster Stelle ist hier die betriebliche Haftpflichtversicherung zu nennen. Da Unternehmer für alle durch das Unternehmen bzw. die Mitarbeitern verursachten Schäden haften, ist die betriebliche Haftpflichtversicherung ein absolutes Muss. In einigen Tätigkeitsbereichen wird dabei nicht von Betriebshaftpflicht, sondern von Berufshaftpflicht gesprochen, wie etwa bei SteuerberaterInnen. Zum Teil ist es möglich, dass die betriebliche Haftpflichtversicherung die private Haftpflichtversicherung für den/die FirmenbesitzerIn und Familie einschließt. Gleiches kann für andere betriebliche Versicherungen, etwa die Rechtschutzversicherung, gelten und sollte beim jeweiligen Versicherungsanbieter geprüft werden. 

Nicht nur privates Eigentum, sondern auch betriebliches Eigentum, d.h. Einrichtungen und Warenbestände, können geschützt werden und zwar über eine so genannte Betriebsinhaltsversicherung. Unternehmen, die zahlreiche und/oder wertvolle elektronische Anlagen besitzen, können diese über eine spezielle Elektroversicherung schützen, die, je nach Anbieter, auch bei Schäden durch Fehlbedienungen haften.

Liegt ein Schadensfall vor und das Unternehmen kann den Betrieb erst nach Reparaturmaßahmen oder Anlieferungen neuer Maschinen aufnehmen, kann diese Zeit über eine so genannte Versicherung für Betriebsunterbrechung finanziell gesichert werden. Versicherungen zahlen bis zu maximal ein Jahr eine im Versicherungsvertrag vereinbarte Leistung, die in etwa dem regulären Umsatz des Unternehmens entsprechen sollte.

Firmen Rechtsschutzversicherung

Alle Selbstständige und Freiberufler, die Mitarbeiter beschäftigen, sollten auch eine Firmen-Rechtsschutzversicherung in Betracht ziehen, die im Fall von Prozessen vor dem Arbeitsgericht Anwalts- und Gerichtskosten trägt.


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