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Arbeitnehmer Versicherung

Versicherungen für Arbeitnehmer

Arbeiter und Angestellte sind automatisch gesetzlich krankenversichert. Die Versicherungsbeiträge werden zu Teilen vom Arbeitgeber und zu Teilen vom Arbeitnehmer getragen. 

Familienversicherung

Kinder können bis zum Alter von 25 Jahren oder dem Beginn einer Berufsausbildung beitragsfrei unter der so genannten Familienversicherung mitversichert werden. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist für Arbeiter und Angestellte nur in Ausnahmefällen möglich. Wichtigste Vorbedingung ist die Höhe des Bruttojahreseinkommens. In drei aufeinander folgenden Jahren müssen Lohn und Gehalt eine gewisse Höhe erreicht haben, für das Jahr 2008 lag die Pflichtversicherungsgrenze z.B. bei 48.150 Euro. Will man dennoch auf bestimmte Leistungen nicht verzichten, lohnt der Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung. Durch die Gesundheitsreformen nehmen die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen kontinuierlich ab, Sehhilfen oder Zahnersatz werden kaum oder nur noch in Teilen finanziert. Hier schafft eine Krankenzusatzversicherung Abhilfe.

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Eine Krankentagegeldversicherung bzw. Krankentageversicherung kann sich in diesem Zusammenhang ebenfalls als sinnvoll erweisen. Ist jemand arbeitsunfähig, greift die gesetzliche Lohnfortzahlung und Lohn und Gehalt werden vom Arbeitgeber bis zu sechs Wochen weitergezahlt. Übersteigt die Krankheitsphase die sechs Wochen, übernimmt die Krankenkasse die Zahlungen, die sich allerdings maximal auf 90 Prozent des Nettolohns belaufen. Wurde eine Krankentagegeldversicherung oder Krankentageversicherung abgeschlossen, wird die Differenz zum vollen Nettolohn ausgezahlt.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Neben der Krankenversicherung spielt auch die private Berufsunfähigkeitsversicherung eine wichtige Rolle im Versicherungsschutz für Arbeitnehmer. Da die staatliche Berufsunfähigkeitsrente im Jahr 2001 gestrichen und durch eine deutlich geringer ausfallende Erwerbsminderungsrente ersetzt wurde, sollten sich Arbeiter und Angestellte finanziell für den Fall absichern, dass sie ihren Beruf aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben können. Da sich die Leistungsbedingungen insbesondere bei der Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich unterscheiden, muss dem Versicherungsabschluss ein detaillierter Anbieter-Vergleich vorausgehen.

Es gibt weitere unverzichtbare Versicherungen. Arbeiter  und Angestellte zahlen regelmäßig in die gesetzliche Rentenversicherung ein, im Ruhestand haben sie dann selbst Anspruch auf staatliche Rentenzahlungen. Heute ist bekannt, dass die zukünftigen Rentenhöhen kaum ausreichen, so dass das Thema der privaten Altersvorsorge wichtiger denn je scheint. Eine solche Vorsorge abzuschließen, empfiehlt sich also jeder Arbeiter. Mittlerweile gibt es dazu auch staatliche Programme, etwa in Form der so genannten „Riester-Rente“. Zudem gibt es verschiedene Arten der betrieblichen Altersvorsorge für Angestellte.

Private Haftpflichtversicherung

Welche Versicherungen sollten ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste stehen? In jedem Fall die private Haftpflichtversicherung. Schnell ist beim Besuch des Nachbarn dessen teure Vase umgestoßen und beim Abendessen bei Freunden der Rotwein auf dem weißen Teppich verschüttet. Hier zahlt die private Haftpflichtversicherung. Sie kommt für Schäden auf, die Dritten zugefügt wurden. Besonders hoch werden Schadensersatzansprüche, wenn es sich um Personenschäden handelt. In solchen Fällen kann die private Haftpflichtversicherung vor dem finanziellen Fiasko schützen. Für alle Tierbesitzer gilt: Eine Haftpflichtversicherung, etwa für Hunde, muss separat abgeschlossen werden.

Private Unfallversicherung

Auf eine private Unfallversicherung sollte ebenfalls nicht verzichtet werden. Bleibende Schäden nach Unfällen ziehen u.U. hohe Kosten nach sich, etwa wenn Auto und Wohnung behindertengerecht umgebaut werden müssen. Zwar sind Arbeitnehmer auf den Arbeitswegen durch die jeweilige Berufsgenossenschaft unfallversichert, der Unfallschutz in der Freizeit muss jedoch durch eine private Versicherung abgeschlossen werden. Sowohl für Unfall- als auch Haftpflichtversicherungen gelten häufig Familien- und Partnerangebote. Hier lohnt eine direkte Nachfrage bei den Versicherungsgesellschaften.

Kfz-Versicherung & Verkehrsrechtschutzversicherung

Alle Arbeitnehmer, die regelmäßig Auto fahren, brauchen nicht nur die obligatorische Kfz-Versicherung, sondern sollten auch eine Verkehrsrechtschutzversicherung abschließen. Unfälle, die einen Führerscheinentzug bedeuten oder solche, in denen Personen zu Schaden kommen, erfordern einen Anwalt. Seine Kosten trägt die Verkehrsrechtschutzversicherung.

Für den Fall anderer Rechtsfälle lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung. Diese kommt im Rechtsstreit für Anwalts- und Gerichtskosten auf.

Arbeiter und Angestellte sollten je nach ihren persönlichen Lebensumständen ebenfalls über eine Hausratsversicherung nachdenken. Eigentum vor Schäden durch Wasser, Feuer, Sturm, Erdbeben, Hagel sowie Einbruch und Vandalismus zu schützen, ist möglicherweise notwendig.

Ganz sicher notwendig ist eine Lebensversicherung in dem Fall, dass nahe stehende Personen in finanzieller Abhängigkeit stehen. Durch eine Lebensversicherung oder auch Risiko-Lebensversicherung wird die eigene Familie für den Todesfall finanziell abgesichert.
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